Anna Katharina Schaffelhuber, Gerd Schönfelder und die Basketball-Frauen gewinnen die Ottobock Trophäen


Im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln sind am Sonnabend, 26. November 2011, die Behindertensportler des Jahres geehrt worden. Die von der Otto Bock HealthCare präsentierte Auszeichnung ging an Anna Katharina Schaffelhuber und Gerd Schönfelder (beide Ski-Alpin) sowie an die Damen-Nationalmannschaft im Rollstuhlbasketball.
300 Gäste folgten der Einladung des Deutschen Behindertensportverbands (DBS), darunter Spitzenpolitiker, Vertreter der Wirtschaft und der Medien, Partner und Förderer des DBS sowie zahlreiche Sportler.

Die vom ZDF-Morgenmagazin begleitete Abstimmung per Internet entschied bei den Männern wie im Vorjahr Gerd Schönfelder für sich. Er hat seine aktive Laufbahn mit 22 Medaillen, darunter 16 Goldenen, jetzt beendet. Sechs Mal trat er bei den Paralympics an und kümmert sich nun als Trainer um die Nahwuchsförderung: „Ich brauche weiterhin das Weiße unter meinen Füßen.“
Die Laudatio auf Gerd Schönfelder hielt der frühere Paralympionike Alexander Spitz, die Würdigung bei den Frauen und in der Mannschaftswertung übernahmen erstmals zwei Paralympics-Botschafter von Ottobock. Auch in der Abstimmungs-Endrunde bei den Frauen hatten „eigentlich alle drei die Auszeichnung verdient“, stellte Heinrich Popow klar. Es gewann die 18-jährige Anna Katharina Schaffelhuber, die bei der Weltmeisterschaft in Italien in diesem Jahr Gold in Slalom, Riesenslalom und SuperKombination holte - und sich gleichzeitig mit Erfolg auf ihr Abitur vorbereitete.
Svetlana Moshkovich, russische National-Fahrerin im Ottobock Handbike Team, dankte „für die Ehre, den Sieger im Finale aus drei tollen deutschen Mannschaften vorstellen zu dürfen. Sie hören sicher an meiner Stimme, wie aufgeregt ich bin“. Die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Frauen setzte sich als Europameister gegen die der Männer und das gemischte deutsche Ruderteam durch. Stellvertretend nahmen Maria Kühn und Gesche Schünemann die Trophäe von DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher und Karsten Ley, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Ottobock, entgegen.
Der auf Initiative der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) erstmals verliehene Sonderpreis an eine Person des öffentlichen Lebens ging an Horst Köhler. In seiner Amtszeit als Bundespräsident hat er sich nachhaltig um die Förderung des Behindertensports eingesetzt, unter anderem motivierte er die DAX-notierten Großunternehmen vor den Paralympics 2004 dazu, auch den Behindertensport in ihre Sponsoringkonzepte aufzunehmen, und lud sie ein, ihn zu den Spielen in Athen zu begleiten. Die Sportlerehrung in Köln unterstützten neben Ottobock und ABDA auch die Deutsche Telekom, Allianz, Audi, Bahn AG und die Lufthansa.
Der stellvertretende Botschafter von Großbritannien und Nordirland, Andrew Noble, brachte eine weitere gute Nachricht mit nach Köln. Mit einer Million Tickets für die Paralympics in London 2012 sind rund die Hälfte aller Karten bereits jetzt verkauft. DBS-Präsident Beucher kündigte an, die deutsche Mannschaft werde aus rund 150 Mitgliedern bestehen.
